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Im Kopf 
eines Kindes

Juli 2023 | Semesterprojekt, Muthesius Kunsthochschule

In einem Gespräch über Kindheitserinnerungen fiel mir auf, dass viele Menschen als Kinder versuchten, sich die Welt auf eigene Weise zu erklären, oft mit überraschend kreativen, skurrilen, naiven oder auch beängstigenden Vorstellungen.

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Ich begann, mich an meine eigenen kindlichen Erklärungsmodelle zu erinnern, und sprach mit vielen Menschen aus meinem Umfeld über ihre. Dabei interessierte mich auch, ob es gemeinsame Vorstellungen gibt, die viele Kinder teilen, und welche Unterschiede sich möglicherweise zwischen verschiedenen Kulturen oder sozialen Hintergründen zeigen.

Aus den Gesprächen entstand eine Sammlung sehr unterschiedlicher Bilder und Gedanken: Manche ganz schlicht, wie die Vorstellung, dass Fernseher in beide Richtungen funktionieren und die Moderatoren einen selbst sehen können, weshalb man sich beim Fernsehen benehmen müsse. Andere sind weit verbreitet, wie die Angst, dass eine Melone in einem wächst, wenn man einen Kern verschluckt. Und manche wirken eher erschreckend, wie die Sorge, im Schlaf einfach zu sterben, weil dem Kind erklärt wurde, der Opa sei „friedlich eingeschlafen“.

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Einige dieser Vorstellungen habe ich anschließend illustrativ umgesetzt, als Annäherung an die kindliche Sicht auf eine oft schwer verständliche Welt.

Waches_Kind_-_Farbe,_Textur_1.png
Schlafende_Menschen_-_Farbe,_Textur_2_edited.png
Überwuchert Skizze + Farbe
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